roboCOUPLING

Automatisierter Kupplungs- und Entkupplungsprozess für Eisenbahngüterwagen mit Schraubenkupplung
Externe MitarbeiterInnen
Lukas-Immanuel Stock (studentischer Mitarbeiter)
PartnerInnen
  • FH Oberösterreich
  • ÖBB-Infrastruktur AG
  • AIT
  • Ulbrich Maschinenbau
Finanzierung
BMVIT-Mobilität der Zukunft
Laufzeit
01.04.2019 – 31.03.2022
Projektstatus
laufend

Hintergrund 

Seit vielen Jahrzehnten gibt es ergebnislose Bemühungen der europäischen Bahnen, die historisch gewachsene Schraubenkupplung zur Verbindung der einzelnen Wagen durch moderne und leichter handhabbare Kupplungen (z. B. Mittelpufferkupplung, Z-AK) zu ersetzen. In Verschiebebahnhöfen des Güterverkehrs sind erhebliche Personalressourcen beim Trennen und Verbinden der Kupplungen gebunden, einer körperlich sehr schweren und teilweise gefährlichen Arbeit. Da es bisher nicht gelungen ist, ein automatisches Kupplungssystem für Güterwagen einzuführen, werden mechatronische Systeme benötigt, die die traditionelle Schraubenkupplung möglichst vollständig automatisiert trennen und verbinden können.

Vorgängerprojekte 

Im Rahmen einer vorhergehenden Sondierungsstudie „BaKuRo“ wurde untersucht, ob eine Automatisierung der Prozesse beim An- und Entkuppeln von Schraubkupplungen möglich ist. Im Projekt EntKuRo wurden Lösungen gezeigt, wie das Aufschrauben der Kupplung (Langmachen) und das Aushängen des Kupplungsbügels (Entkuppeln) automatisiert erfolgen kann. Zudem wurde ein erster Prototyp für den Entkuppler aufgebaut sowie ein Labordemonstrator für den Langmacher aufgebaut. Im Rahmen von roboCOUPLING erfolgt der nächste Schritt zur technischen Einsatzreife der Systeme. 

Projektziele

Im Rahmen von roboCOUPLING werden folgende Ziele verfolgt: Der Entkuppler wird einem längeren Test unterzogen werden, um notwendige technische Optimierungen identifizieren und umsetzen zu können. Der Langmacher wird zu einem im Feldtest einsatzfähigen Prototyp weiterentwickelt, inklusive der dazugehörigen Sensorik, und in einem Feldtest in einem Verschiebebahnhof getestet werden. Im Rahmen einer Sondierung werden Konzepte für das automatische Verbinden einer Schraubenkupplung entwickelt und im Labor getestet. 

Potential für entscheidende Verbesserungen für den Eisenbahn-Güterverkehr

In der Vergangenheit lag der Fokus der Forschung auf automatischen Kupplungssystemen. Die Möglichkeit, die traditionelle Schraubenkupplung automatisiert zu trennen und auch zu verbinden, wurde bisher nicht intensiv verfolgt. Dementsprechend besteht im Projekt roboCOUPLING ein sehr hohes Innovationspotenzial. Das Thema roboCOUPLING hat das Potential den europäischen Eisenbahn-Güterverkehr wirtschaftlich wie sicherheitstechnisch entscheidend zu verbessern.

Links

BaKuRo
EntKuRo
 

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Institutsleiter Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Stellvertretender Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Lehrgangsleiter Seminare Bahntechnologie und Mobilität
Lehrgangsleiter Fachtrainer/in im Eisenbahnwesen (akad.)
Arbeitsplatz: Heinrich Schneidmadl-Straße 15
M: +43/676/847 228 664