Smart Inspection

Beim Management von Infrastrukturen (z.B. einer Brücke) stehen die EntscheidungsträgerInnen im Spannungsfeld zwischen einer wachsenden Nachfrage nach Sicherheit bei gleichzeitigem wirtschaftlichem Druck zur Minimierung der Bau- und Erhaltungskosten. Das Projekt Smart Inspection umfasst die innovative Instandhaltung von Eisenbahnbrücken.
Externe MitarbeiterInnen
Iosif Miclaus, BSc
PartnerInnen
  • HTL Krems
Finanzierung
Smart Inspection ist Teil des Projekts Bridging gaps, das gefördert wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Programms "Talente".
Laufzeit
01.07.2015 – 01.12.2016
Projektstatus
abgeschlossen

Virtuelle Inspektion

Infrastruktureinrichtungen sollen wirtschaftlich effizient sein und gleichzeitig die erwarteten Sicherheitsstandards erfüllen. Diesbezüglich werden Brücken regelmäßig überwacht, instandgehalten, repariert und erneuert. Eine der häufigsten verwendeten Überwachungsmethode ist die visuelle Inspektion. Bisher werden die visuellen Inspektionen durch ein geschultes Personal durchgeführt. Dabei wird eine Prüfung auf Risse, Abbröckelungen, Korrosion, Frostschäden, Holstellen, Sinterungen, Wasseraustritt, Nässe, Mangel bei der Betonüberdeckung etc. vorgenommen. Diese werden dokumentiert bzw. fotografiert und in einem Bericht erfasst. Die Informationen über die Schäden sind wichtige Eingangsdaten in der Performanceanalyse einer Brücke. Die Performance einer Brücke wird durch einen Zuverlässigkeitsindex und/oder Zustandsklassen (1 – sehr gut bis 5 – sehr schlecht) beschrieben. Die Lebenszyklus-Performance-Berechnungen werden laufend mit den Daten aus der Überwachung upgedatet.

Integrierte Brückeninspektion

In mehreren Teilprojekten soll einerseits eine Applikation für eine integrierte Brückeninspektion „smart inspection“ entwickelt und erprobt werden, mit der bei einer regulären oder spezialisierten Brückeninspektion mittels Tablets oder Smartphones die Aufnahme der schadhaften Stellen, die Übermittlung dieser Daten an eine zentrale Stelle und die Datenanalyse (Zustandsbewertung, Vorhersagemodell, Maßnahmen für die Instandhaltung) durchgeführt werden kann.
Andererseits soll ein neuartiger Ansatz einer integrierten Lebenszyklusanalyse durch Multiplikation von normalisierten Performanceindikatoren der Wirtschaftlichkeit, der sozialen Aspekte und der Umweltaspekte mit entsprechenden Gewichtungsfaktoren entwickelt werden. In diesem Sinne soll untersucht werden, inwiefern der Lebenszyklus von Eisenbahnbrücken und des Fahrwegs als ein integriertes System betrachtet werden kann. Dazu werden realitätsnahe Modelle erstellt und exemplarisch eine Lebenszyklusanalyse durchgeführt.

Nominierung für den NÖ Innovationspreis 2016

Der hohe Innovationsgrad und unmittelbare Praxisbezug des Projekts zeigen sich in der Nominierung für den NÖ Innovationspreis 2016. In der Kategorie "Innovationen aus Forschungseinrichtungen" konnte sich das Projekt gegenüber zahlreichen anderen Bewerbern durchsetzen. Ausführliche Informationen zum NÖ Innovationspreis lesen Sie hier

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Institutsleiter Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Stellvertretender Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Lehrgangsleiter Seminare Bahntechnologie und Mobilität
Lehrgangsleiter Fachtrainer/in im Eisenbahnwesen (akad.)
Arbeitsplatz: Heinrich Schneidmadl-Straße 15
M: +43/676/847 228 664