Accelerate_FutureHEI - Entrepreneurial & Innovative Universities Acceleration Programme

Neuausrichtung von Hochschulen, um sie in ihrer Rolle als Wissens- und Innovationsökosysteme für die regionale Entwicklung zu stärken.


 

Hintergrund

Mit ihrer Transformationsagenda für die Hochschulbildung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, Forschung und Innovation im Europäischen Forschungs- und Bildungsraum zu fördern. Die Transformationsagenda unterstützt die Hochschulen darin den Wandel regionaler und europäischer Ökosysteme einzuleiten und voranzutreiben sowie ihre Aktivitäten und Services besser an gesellschaftlichen Zielen auszurichten.

Projektinhalt und Ziele

Ihre Bildungsangebote, die Forschungsaktivitäten und ihr Engagement machen Hochschuleinrichtungen zu einem starken Impulsgeber für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung auf regionaler und europäischer Ebene. Um diese Rolle besser auszufüllen, benötigen die Hochschulen allerdings gezielte und erfahrungsgeleitete Unterstützung bei der Weiterentwicklung von bewährten und dem Einsatz von neuen Methoden. Das aktuelle Projekt stößt in diese Lücke und hat vor, den institutionellen Wandel von Hochschulen durch Accelerator-Services (beschleunigen Weiterentwicklung von bereits vorhandenen Strukturen) voranzubringen. Dazu gehören die folgenden Schritte und Ziele:

  • Eine solide und einfach anzuwendende Methodik wird entwickelt, die nicht nur die nötigen Veränderungen innerhalb der Hochschulen herbeiführt, sondern auch sicherstellt, dass diese Veränderungen über die Hochschulen hinauswirken.
  • Ein Acceleration Support System wird eingerichtet. Ausgehend vom Ist-Zustand wird eine gemeinsame Vision entwickelt und eine Reihe von Aktivitäten erdacht und durchgeführt, die diese Vision stützen. Die Aktivitäten werden von Expert*innen-Coachings, Schulungen und Peer-Learnings getragen und schaffen ein Netzwerk, das über die Projektdauer hinaus besteht.
  • Das methodische Gerüst wird von global vernetzten und weithin anerkannten Expert*innen entwickelt, die auf die Einrichtung und den Aufbau von Acceleration-Services spezialisiert sind. Der thematische Schwerpunkt aller Maßnahmen liegt auf dem Ausbau von Unternehmertum, Innovation und Engagement. Zudem werden die Methoden kontinuierlich auf ihre Brauchbarkeit überprüft und einer Qualitätssicherung unterzogen.
  • Ein Pilotprogramm, das die spezifischen Verhältnisse und die Anforderungen der 14 an den Projekten beteiligten Partner berücksichtigt, wird gestartet.

Methodik

Die im Projekt zu entwickelnden Acceleration-Services ruhen auf einem Fundament aus Techniken, Verfahrensweisen und Konzepten, die in den letzten zehn Jahren an Hochschulen bereits eingesetzt und erprobt wurden. Obwohl viele Hochschulen im Europäischen Forschungsraum (EFR) vor ähnlichen Problemen stehen, stellen die angestrebten Maßnahmen keine starre Einheitslösung dar. Sie können vielmehr an die spezifische Anforderungen und Gegebenheiten verschiedener Hochschuleinrichtung angepasst werden. Anders ausgedrückt, das Augenmerk richtet sich nicht nur auf Herausforderungen, mit denen alle zu kämpfen haben, sondern auch auf solche, die einzelne Projektteilnehmer*innen betreffen.

Gap-Analysen werden durchgeführt, um zu ermitteln, wo die einzelnen Hochschulen Aufholbedarf haben. Coachings, ein gezielter Aufbau der nötigen Kapazitäten, Schulungen und ein aktiver Wissensaustausch sorgen dafür, dass die Weichen für eine nachhaltige Transformation richtig gestellt werden. Ein besonderes Anliegen des Projektes ist es, ein unternehmerisches und auf Innovation gerichtetes Denken zu fördern. Führungskräfte, Wissenschaftler*innen, Fach- und Verwaltungspersonal und Studierende sollen eine Orientierungshilfe erhalten und Fähigkeiten erwerben, die ihnen helfen in einer sich rasch verändernden Landschaft erfolgreich zu sein.

Damit der angestrebte Wandel Wirklichkeit werden kann, müssen Mechanismen innerhalb der Organisationen aufgebrochen und angepasst werden. Es braucht - um nur einige Beispiele zu nennen - neue Forschungs- und Innovationsstrategien, neue Formen der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs, neue Instrumente zur Beurteilung von Karrierewegen und verbesserte Anreizmaßnahmen, die Leute dazu motivieren neue Wege zu gehen. Die Einbettung der Hochschulen in ihre Regionen, die Fähigkeit der Hochschulen, ihren Einfluss auf regionale Entwicklungen und die Ökosysteme zu messen, ihre Fähigkeit, mit den Akteur*innen des F&I-Ökosystems zusammenzuarbeiten und Bürger*innen einzubeziehen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern, sind Punkte, Themen und Faktoren, die im Projekt ebenfalls Berücksichtigung erfahren.

Ergebnis

Hochschulen sind Wissens- und Innovationsökosysteme und leisten wesentliche Beiträge zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung auf Ebene der Regionen aber auch europaweit. Das vorliegende Projekt unterstützt – im Einklang mit der Higher Education Transformation Agenda der Europäischen Union – Hochschulen dabei, ein fruchtbares Umfeld für Innovation zu schaffen und unternehmerisches Denken zu fördern. Um dies zu erreichen, wird eine standardisierte, aber dennoch flexible und an verschiedenen Gegebenheiten anpassbare Methodik entwickelt, mit deren Hilfe entsprechende Transformationsprozesse erfolgreich abgewickelt werden können. Damit sich die Transformationsprozesse nicht allein auf die Hochschulen beschränken, sondern auch nach außen wirken, legt das Projekt zudem Wert auf einen regen Austausch zwischen den Hochschulen und ihren Regionen.

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Leiterin Service- und Kompetenzzentrum für Forschung und Kooperation
Leiterin FH-Service
Forschung und Wissenstransfer
Service- und Kompetenzzentrum für Forschung und Kooperation
Arbeitsplatz: A - Campus-Platz 1
M: +43/676/847 228 286
MitarbeiterInnen
PartnerInnen
  • UIIN (lead) [Niederlande]
  • TUM International (TUM) [Deutschland]
  • Momentum Consulting (MMS) [Irland]
  • Instituto Superior Técnico (IST) [Portugal]
  • Université de La Reunion (UR) [Frankreich]
  • Universidad Europea de Canarias (UEC) [Spanien]
  • Universidade da Madeira (UMa) [Portugal]
  • UC Leuven-Limburg University of Applied Sciences (UCLL) [Belgien]
  • Hungarian University of Agriculture and Life Sciences (MATE) [Ungarn]
  • Politehnica University Timișoara (UPT) [Rumänien]
  • Vidzeme University of Applied Sciences (ViA) [Lettland]
Finanzierung
EU (Horizon Europe) /Nr: 101095083
Laufzeit
01.01.2023 – 31.12.2026
Projektstatus
laufend