Einbindung der Sozialen Arbeit im integrativen Versorgungskonzept der Primärversorgung

Laufzeit
01.09.2019 – 30.06.2020
Projektstatus
laufend

Das Versorgungskonzept Primärversorgung (PV) oder Primary Health Care (PHC) beschreibt einen wohnortnahen, gesundheitsorientierten und multiprofessionellen Versorgungsprozess. Entsprechend einer der üblichen Definitionen, der WHO-Deklaration von Alma Ata, fördert sie Partizipation, Selbstbestimmung und Entwicklung von personellen und sozialen Fähigkeiten.


Mit Beschluss der österreichischen Bundeszielsteuerungskommission (B-ZK) und auf Basis eines neuen Primärversorgungsgesetzes wird aktuell ein derartiges Modell als erste Anlaufstelle für die österreichische Bevölkerung implementiert. Bis zum Jahre 2021 sollen zumindest 75 sogenannte Primärversorgungseinrichtungen (PVE) errichtet werden. In Niederösterreich werden 14 derartige Einrichtungen geschaffen.


Entsprechend einem Basispapier der NÖ Gebietskrankenkasse und Ärztekammer NÖ werden neben dem Kernteam zumindest drei weitere Berufsgruppen aus dem sogenannten erweiterten Team eingesetzt. Alle zwei bereits eröffneten Einrichtungen entschieden sich unter vielen möglichen Professionen für die Soziale Arbeit als Teil ihres Teams. Die dritte geplante Einrichtung wird sich ebenfalls dafür entscheiden.


Mit dem vorliegenden Projekt sollen zwei unterschiedliche Gegenstände näher untersucht werden. Die strukturelle Einbindung der Sozialen Arbeit sowie die konkrete Sozialarbeitspraxis im Handlungsfeld Primärversorgung und Allgemeinmedizin stellen den ersten Untersuchungsgegenstand dar. Daneben sollen bestehende Klassifikations- und Dokumentationssysteme der Primärversorgung auf ihre Bedeutung und ihr Verhältnis zu Verfahren Sozialer Diagnostik und Evaluation beurteilt werden.