MIT – Studie Media in Transit

Studie zur alltäglichen Mediennutzung und des Erlebens kultureller Inhalte im Transit
Projektleitung
Externe MitarbeiterInnen
Viola Zeindl
Finanzierung
Auftragsforschung
Laufzeit
01.03.2019 – 31.12.2019
Projektstatus
laufend

Hintergrund 

Media in Transit (MIT) entwickelt für ausgewählte Strecken in der Modellregion St. Pölten spezifische Medienformate und setzt sich mit Wegen der Übermittlung dieser Formate auseinander. St. Pölten ist dabei zugleich Mittelpunkt als auch Umland, eine Region unterschiedlich vernetzter Bereiche urbaner und ruraler Lebensräume. Diese Zonen untereinander, aber auch mit ihren potentiellen und tatsächlichen BesucherInnen zu verbinden, ist eine der wichtigsten Herausforderungen. PreMIT ist eine explorative Vorstudie (ein sog. „Pretest“), die die Qualität der umfassenden Erhebung und Entwicklung in weiteren Projektphasen maßgeblich erhöht. 

Projektziel

Im Zentrum des Projekts stehen die alltägliche Mediennutzung und das Erleben kultureller Inhalte im Transit (d.h. während der Fahrt in und durch die Region), deren mögliche Anschlussstellen an Communities im Kultur- und Kunstbereich sowie lokale Wertschöpfungen. Ziel ist es, für ausgewählte regionale wie auch überregionale Verkehrsverbindungen Formate zu entwickeln, die Aspekte der Regionalität in den Blick rücken und als Mittel regionaler Identitätsstiftung und Schnittstelle virtueller und realer Ideen-, Markt- und Kunsträume fungieren. 
Sozialwissenschaftliche und dokumentarische Erhebung unter Berufs- und BildungspendlerInnen 
In einem ersten Schritt gilt es die Alltagserfahrungen und Praktiken der Berufs- und BildungspendlerInnen während des Transits nach und von St. Pölten zu erfassen. Im Zentrum der Analyse steht dabei das Verhältnis von Mobilität und Mediennutzung. Darüber hinaus wird auch der Konnex zu den Alltagserfahrungen und der Wahrnehmung der PendlerInnen der Stadt St. Pölten als Kulturregion erfasst. Dazu werden mittels Online-Fragebogen und Leitfadeninterview MitarbeiterInnen und Studierende der Fachhochschule St. Pölten befragt. Die Befragung wird von Forschenden des Instituts für Medienwirtschaft durchgeführt. Mit einer Auswahl der befragten Personen führen Mitglieder der Forschungsgruppe Media Creation begleitende Videointerviews.

Begegnung mit „der Region“

In einem zweiten Schritt wird im Rahmen einer künstlerischen Intervention das Potential der interaktiven und partizipativen Einbindung des spezifischen Milieus der PendlerInnen in das regionale Kulturangebot ausgelotet. Hier wird der Konnex zu lokalen Institutionen hergestellt. Die MitarbeiterInnen und Studierenden der Fachhochschule St. Pölten sind hinsichtlich dieser Fragen ein idealer Forschungsgegenstand: Sie erleben oftmals die Stadt aus der Perspektive von Pendler*innen und halten in der Regel nur lose Verbindungen zu lokalen und regionalen Angeboten. Außerdem weisen sie tendenziell hochmobile und medienaffine Biografien auf. 
Dabei ist die Notwendigkeit einer Begegnung an der Schnittstelle von physischem und digitalem Raum deutlich, in der sich Lokales präsentieren und auf InteressentInnen treffen kann. Je nach Ergebnis der Umfragen sind hier verschiedene Szenarien möglich. Möglich sind konkrete künstlerische Intervention in der ästhetischen Alltagswahrnehmung oder das Bespielen eines Verkehrsmittels mit bereits existierendem Content und eine sozialwissenschaftliche so wie filmische Beobachtung der Reaktionen und Interaktionen. 

Ergebnis 

MIT liefert Ergebnisse auf zwei Ebenen:
Sozialwissenschaftliche Studie: Die Studie bietet Kenntnisse des Mediennutzungsverhaltens in Transitkontexten und Einsichten in das Verhältnis einer spezifischen Gruppe von Berufs- und BildungspendlerInnen zur Stadt und Kulturregion St.Pölten.
Die Erfahrungen aus der Untersuchung werden in Form von Interviews und begleitenden Videoclips dargestellt.

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Researcher
Forschungsgruppe Media Creation
Institut für Creative\Media/Technologies
Department Medien und Digitale Technologien
Arbeitsplatz: A - Matthias Corvinus-Straße 15
T: +43/2742/313 228 644