TRAAK 4.0 - Tracking Application Knowledge

Implementierung von prototypischen Tracking Systemen in verschiedenen Unternehmen

Hintergrund

Tracking-Systeme zur Nachverfolgung von Produktionsabläufen und Lieferketten gehören mittlerweile zu den gefragtesten Technologien und werden wegen der starken Vernetzung von Wertschöpfungsketten weiter an Bedeutung gewinnen. Die Aufzeichnung und Nutzung echtzeitnaher Positions- und Zustandsdaten von Transportmitteln, Werkzeugen und Ladungsträgern (wie z.B. Paletten oder Gitterboxen) wird unter dem Begriff „Asset Tracking" zusammengefasst und ist bereits Standard in vielen Industriezweigen (Automotive, Elektronik, Teile der Prozessindustrie). Unternehmen, die diese Technologien einsetzen, sprechen von einer besseren Steuerung bzw. Nachvollziehbarkeit von Produktionsabläufen, weniger Verlusten im Prozess und ständiger Verfügbarkeit aktueller Produktionsdaten.

Projektinhalt und Ziele

Unternehmen sehen sich bei der Einführung von Tracking & Tracing Technologien mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Als große Hürden werden dabei oft a) eine hohe Anfangsinvestition, b) eine starke Herstellerabhängigkeit und c) unzureichendes Wissen über Technologien und Standards genannt. Daher wird, um den Ein- oder Umstieg zu erleichtern, in diesem Projekt gemeinsam mit jedem Partner-Unternehmen ein Anwendungsfall für Tracking & Tracing erarbeitet, welcher als Prototyp gemeinsam mit Forscher*innen der Fachhochschule St. Pölten umgesetzt wird. Die protypische Umsetzung liefert Erkenntnisse über die Genauigkeit des Trackings, Möglichkeiten der Skalierbarkeit über den spezifischen Anwendungsfall hinaus auf den gesamten Produktionsbereich und die zu erwartenden Kosten bei einer Implementierung.

Alles in allem sind die Hauptziele dieses Projektes den Projektpartner einerseits bei der Einführung von Tracking Technologien im Unternehmen zu unterstützen, anderseits bei den Projektpartnern Wissen und Erfahrung zu dem Thema aufzubauen. Der Wissensaufbau erhält vor allem durch die Kooperationen und das Arbeiten an den verschiedenen Anwendungsfällen eine breite Basis und trägt damit wesentlich zu einem besseren Verständnis über die Einsatzmöglichkeiten dieser Schlüsseltechnologie bei.

Methodik und Vorgehensweise

Jeder Projektpartner definiert gemeinsam mit den Forscher*innen der FH St. Pölten einen spezifischen Anwendungsfall für Tracking & Tracing, der als Prototyp direkt vor Ort im Unternehmen umgesetzt wird. Dafür sind folgende Teil-Schritte notwendig:

  • Erhebung des Ist-Zustandes. Dazu gehören die Identifikation möglicher Anwendungsfälle und Optimierungspotentiale aktueller Prozesse.
  • Planung und Umsetzung des Anwendungsfalles: Planungsschritte unter Berücksichtigung von Organisation, Technologiewahl und Projektziele der Unternehmen; Erstellung der notwendigen Schnittstellen und Softwarekomponenten für die Implementierung eines Tracking & Tracing-Systems vor Ort.
  • Testbetrieb und Evaluierung: Mehrwöchiger Testbetrieb mit Anwendungssupport; Sammlung und Auswertung von Daten für abschließende Evaluierung.
  • Technische Dokumentation und Wissenstransfer: Erstellung eines Abschlussberichtes und einer technischen Dokumentation; Konzepterstellung für Systemarchitektur, Schnittstellen und Datenschutz; Informationen zur Abschätzung von Betriebskosten sowie Mitarbeitereinschulungen vor Ort.

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Stellvertretender Forschungsgruppenleiter
Forschungsgruppe Digital Technologies
Institut für Creative\Media/Technologies
Researcher
Forschungsgruppe Digital Technologies
Institut für Creative\Media/Technologies
Department Medien und Digitale Technologien
Arbeitsplatz: A - Campus-Platz 1
T: +43/2742/313 228 618
Externe Projektleitung
ecoPlus
Studierende
David Schwarz
PartnerInnen
  • +GF+, IMG, Lenze, Neumann Aluminium, Semperit, Testfuchs, ZKW, Umdasch, Welser
Finanzierung
Auftragsforschung
Laufzeit
01.10.2021 – 31.08.2023
Projektstatus
laufend
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Forschungsgruppe Digital Technologies
Institut für Creative\Media/Technologies