Wirkung der Covid-19-Krise in Armutslagen



Die Covid-19-Pandemie und ihre gesundheitspolitischen Maßnahmen haben und hatten in den letzten Monaten umfangreiche Auswirkungen auf die Lebenssituation nahezu aller Menschen. Obwohl vor allem für untere Gesellschaftsschichten eine weitere Prekarisierung von der Wissenschaft vermutet wird, blieb die Beforschung von Lebenssituationen von Menschen in monetär bereits vor der Krise prekären Lagen wissenschaftlich weitgehend aus.


Ziel des Projekts ist es daher, die sich durch die Pandemie verändernde Lebenssituation der von Armut Betroffenen mittels lebenslagenanalytischer Perspektive zu untersuchen und in einem kollaborativen Projektdesign die Problemlagen zu vergleichen. Konkret werden von je einem Projektteam (3-4 Studierende) Familien mit Bezug der Mindestsicherung/Sozialhilfe neu, ältere Menschen mit Ausgleichszulage und von Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit Betroffene interviewt.


Studierende der Projektteams erarbeiten gegenseitig unterstützend ihre Abschlussarbeit, die sich mit einer der genannten Betroffenengruppen auseinandersetzt und qualitative, narrativ-problemzentrierte Interviews analysiert. In einer Abschlussrunde verknüpfen die Projektteams ihre Ergebnisse und vergleichen so die Lebenslagen der drei Betroffenengruppen, um Parallelen sowie Unterschiedlichkeiten aufzudecken.


Relevanz hat dieses Thema, da nur wenig über die Lebenssituation während der Pandemie bekannt ist, jedoch mit einer Verschärfung der Lage zu rechnen und daher eine wissenschaftliche und sozialarbeiterische Auseinandersetzung zur Abfederung notwendig ist.


Laufzeit
31.08.2021 – 29.06.2022
Projektstatus
abgeschlossen
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung