Case Management in der extramuralen psychosozialen Versorgung



Forschungsziel war es, mögliche Impulse für die psychosoziale Versorgungsituation der Region Niederösterreichischen Mostviertel zu entdecken. Die Forschungsgruppe wollte eine Verbindung zwischen Forschung – Praxis – Betroffenen herstellen und die Ergebnisse, vor allem aus dem internationalen Vergleich, den Akteuren in der Region als Impulse zur Diskussion, Weiterverwendung und -entwicklung zur Verfügung stellen.


Ebenso wird die Geschichte und Struktur der Psychiatriereform in Österreich, auch im Vergleich mit der italienischen Psychiatriereform unter Basaglia, analysiert. In Folge wird geklärt, ob Case Management eine geeignete Strategie zur Lösung etwaiger Versorgungsprobleme in der extramuralen psychosozialen Versorgung sein kann. Aus der Zusammenschau der Ergebnisse werden die Möglichkeiten einer weiteren Optimierung der psychosozialen Versorgung in dieser Region vorgeschlagen. Dabei soll insbesondere Case Management als Handlungskonzept im sozialpsychiatrischen Feld analysiert werden.


Aus konkreten Fallsituationen wurden um entsprechende Fachkommentare gebeten. Daraus werden Handlungskonzepte abgeleitet und verglichen, um so Erkenntnisse für Best Practice abzuleiten – vor allem in Bezug auf das Konzept, Methode und Verfahren Case Management. Case Management wird dabei grundsätzlich als Handlungskonzept verstanden, wie es die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management e.V. definiert und in ihren Rahmenempfehlungen beschreibt. Diese Grundlagen dienen jedoch einer ersten Orientierung, da die Praxis vielfältige Möglichkeit der Umsetzung zeigt. Je nach Bezugspunkt zeigt sich ein unterschiedliches Verständnis von Case Management, dass in der Forschung Berücksichtigung finden soll.


Forschungsfragen


  • Welche Befunde ergibt ein Soll-Ist-Vergleich bzw. ein Vergleich von Angeboten und Bedürfnissen in der extramuralen psychosozialen Versorgung im Niederösterreichischen Mostviertel?
  • Wie stellt sich die extramurale Psychiatrie in dieser Region vor dem Hintergrund der Psychiatriereform in Österreich und im Vergleich mit der italienischen Psychiatriereform dar?
  • Wie wird von ExpertInnen für Case Management im Feld der sozialpsychiatrischen Versorgung eine erfolgreiche Implementierung anhand von Praxisbeispielen aus unterschiedlichen europäischen Ländern beschrieben und (B) welche Kriterien lassen sich aufgrund dieser Beschreibungen für die Bewertung von Best Practice ableiten?
  • Welche Machbarkeitskriterien lassen sich für eine Implementierung in Österreich, einem sozialpsychiatrischen Betreuungsfeld, ableiten?

Projektziel


Forschungsziel ist es, mögliche Impulse für die psychosoziale Versorgungsituation der Region zu entdecken. Die Forschungsgruppe will eine Verbindung zwischen Forschung – Praxis – Betroffenen herstellen und die Ergebnisse, vor allem aus dem internationalen Vergleich, den Akteuren in der Region als Impulse zur Diskussion, Weiterverwendung und -entwicklung zur Verfügung stellen.


Masterthesen des Projektes


  • Sylvia Klinger/Astrid Schaubeder: "Und des is a Punkt, wos i brauchat." Bedürfnisse und Versorgungssituation psychisch kranker Menschen in NÖ West
  • Ramona Regner: Case Management im sozialpsychiatrischen Feld, Vergleich ausgewählter europäischer Implementierungsbeispiele
  • Franz Bittersam / Günter Haslauer: Fallstudien zur Entwicklung der Psychiatriereform in Österreich und Nord- und Südtirol

Kontakt

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FH-Dozent
FH-Lektor
Department Soziales
Arbeitsplatz: F - Herzogenburger Straße 68 Süd
T: +43/2742/313 228 524
Externe MitarbeiterInnen
Franz Bittersam, Günter Haslauer, Sylvia Klinger, Ramona Regner, Astrid Schaubeder
Laufzeit
15.09.2009 – 30.06.2011
Projektstatus
abgeschlossen
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung