Indoor Navigation für Großveranstaltungen

Die Firma Steiner Mediensysteme beschäftigt sich mit der technischen Ausstattung von Großveranstaltungen, u.a. Kongressen und Messen. Neben dem Verleih der technischen Medienausstattung wird im Sinne eines Komplettserviceangebots auch eine umfangreiche Seminarverwaltungs-Software von Steiner Mediensysteme entwickelt.
Externe MitarbeiterInnen
Ewald Wieser, BSc
Tomas Kasanicky, MSc
Bernhard Griessler, BSc
Florian Schiesterl, BSc
Christoph Fabritz, BSc
PartnerInnen
  • Steiner Mediensysteme
Finanzierung
FFG Innoscheck Plus
Laufzeit
01.04.2012 – 30.04.2013
Projektstatus
abgeschlossen

Teil dieser Software ist ein mobiles Kundenportal, in dem Besucher von Kongressen u.a. den Stand- / Hallenplan einsehen können. Ziel dieses Projektes ist die prototypische Umsetzung eines Indoor-Navigationssystems mit primärer Ausrichtung auf das Thema User Experience.

Während Navigationslösungen im Outdoorbereich mittels GPS-Lokalisation bereits etabliert sind, stehen für den Indoor-Bereich bisher nur Lösungsansätze zur Verfügung, deren technische Umsetzbarkeit von den konkreten Einsatzbedingungen abhängen. Zur Positionserkennung kommen neben Triangulations- und Laterationverfahren von Funk- (NFC, WLAN), Audio- (Hochfrequenz) und Licht- (Infrarotlicht)quellen auch Fingerprintmethoden (z.B. Vergleich von Audiofingerprints) in Frage. Zusätzlich kann der Benutzerkontext durch Auslesen der Gerätesensorik genutzt werden, z.B. durch Bildanalyseverfahren (Umgebungsbild), im einfachsten Fall durch Einscannen von QR-Codes oder anderen „Ortsmarkern“. Die Tauglichkeit der Verfahren mit handelsüblichen Endgeräten (Smartphones der BesucherInnen) ist bisher nur teilweise erforscht, die Einsatzbarkeit in einem bestimmten Umgebungskontext (z.B. in einer lauten Messehalle) weitgehend unerforscht.

Neben der technischen Umsetzbarkeit muss bei den Verfahren natürlich auch die Massentauglichkeit bei Großveranstaltungen sowie der finanzielle Aufwand (Rentabilität) im Auge behalten werden.

Ein zweites Kernthema bezieht sich auf die Verwendbarkeit (Usability) der Applikation. Es muss davon ausgegangen werden, dass eine Navigationslösung, ähnlich typischen Autonavigationssystemen, nicht mit vertretbarem Aufwand erreicht werden kann, da innerhalb eines Gebäudes weder das (für den Endkunden) kostenlose GPS-System genutzt werden kann, noch ein (weitgehend) gleichbleibendes Verkehrsstreckennetz (Straßennetz) gegeben ist. Es kann zwar teilweise auf die Metaphern des User Interface Designs für Outdoor-Fußgängernavigationssysteme zurückgegriffen werden, aber im Kontext einer Congress-/Messehalle stehen andere Orientierungsmöglichkeiten als in der „normalen“ Straßennavigation zu Verfügung.