MiHu

Analyse von Kooperationsmöglichkeiten für urbane Midi-Hubs - Stakeholder-übergreifender Ansatz zur effizienten Infrastrukturnutzung

Hintergrund

Der steigende städtische Güterverkehr und die Forderung nach einer möglichst CO2-freien Stadtlogistik, insbesondere in Stadtzentren, stellen sowohl Entscheidungsträger in den Städten als auch Logistikunternehmen vor neue Herausforderungen und machen grundlegende Veränderungen notwendig. Kurier-Express-Paket Dienstleister (KEP) werden zukünftig nach Möglichkeiten für den Umschlag in Stadtgebieten suchen und dabei mit der generellen Flächenknappheit im urbanen Raum konfrontiert werden. 

Projektziel 

Im Projekt werden die Möglichkeiten  für die Einrichtung urbaner Güterzentren mittlerer Größe, sogenannter Midi-Hubs, als Ergänzung zu vorhandenen Güterverteilzentren am Stadtrand untersucht. Für dieses neuartige Konzept wurde der Begriff „Midi-Hub“ in Anlehnung an das bereits bekannte Konzept des „Mikro-Hubs“ neu eingeführt. Ein Midi-Hub ist dabei deutlich größer als ein Mikro-Hub und hat die Kapazität, nicht nur ein einzelnes Stadtviertel bzw. Grätzel zu beliefern, sondern einen größeren Stadtteil mit Gütern zu versorgen. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Mikro-Hub wird bei einem Midi-Hub auf eine Nutzung der knappen innerstädtischen Logistikflächen durch mehrere KEP-Dienstleister abgezielt. Midi-Hubs stellen einen Umladeplatz für Pakete von konventionellen Fahrzeugen auf stadtverträgliche emissionsfreie oder zumindest emissionsarme Fahrzeuge (Lastenräder und Elektrofahrzeuge) dar. 

Methodik & Ergebnisse

Im Projekt MiHu wird ein kooperativ genutzter Midi-Hub anhand eines generischen Modells simuliert und ein multikriterieller Beurteilungsrahmen für potenziell geeignete Standorte ausgearbeitet. Das Modell zur Standortwahl von urbanen Midi-Hubs basiert auf der Methode des Analytischen Hierarchieprozesses (AHP). Ein generisches Optimierungsmodell erlaubt die Analyse des mit dem Midi-Hub in Verbindung stehenden Stadtverkehrs sowie dessen Potenzials für eine Verkehrsverminderung und somit auch für die Reduktion von Emissionen in urbanen Gebieten. 
Auch die Prozesse im Hub, welche üblicherweise separat von einzelnen KEP-Dienstleistern und somit von mehreren Stellen parallel durchgeführt werden, werden mit Hilfe einer Simulation untersucht und Möglichkeiten der Prozesskonsolidierung analysiert. Auch Möglichkeiten der Mehrfachnutzung dieser Logistikflächen sowie eine effiziente Zu- und Abflusssteuerung zu/von Midi-Hubs werden berücksichtigt.

Aufgaben des Carl Ritter von Ghega Instituts

Das Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung unterstützt  insbesondere in der Evaluierung der Auswirkungen von Midi-Hubs auf Verkehr und Emissionen am Beispiel der Stadt Wien.
 

Projekthomepage

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Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Department Bahntechnologie und Mobilität
Arbeitsplatz: D - Heinrich Schneidmadl-Straße 15
PartnerInnen
  • Forschungsgesellschaft Mobilität - Austrian Mobility Research(Lead)
  • Stadt Wien MA 18
  • Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
  • WU Wien – Research Institute for Supply Chain Management
  • LogisticNetwork Consultants (LNC) Berlin
Finanzierung
Drittleister im Rahmen eines BMK-Mobilität der Zukunft Projekts
Laufzeit
01.09.2018 – 30.11.2020
Projektstatus
laufend
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung