TerminalAufSchiene2

Dieses Projekt lotet technische Möglichkeiten für ein Flughafenzubringersystem unter Nutzung des vorhandenen Bahnnetzes mit dem Vorteil einer möglichen Gepäckabgabe während der Anreise aus.

Copyright: FH OÖ
Gepäckabgabe bereits im Zug

Flughafenzubringersysteme nicht attraktiv genug

Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen gibt es Kooperationen zwischen Fluglinien und Bahnen, um oftmals defizitäre Kurzstreckenzubringerflüge durch Züge zu ersetzen. Diese Kooperationen schöpfen jedoch nicht das volle Potential aus, da sie vielfach nicht ausreichend attraktiv sind. Nicht vorhandene Serviceleistungen rund um den Gepäcktransport führen dazu, dass ein Großteil der Fluggäste mit dem Auto zum Flughafen fährt oder Zubringerflüge bevorzugt.

Verlagerung der Gepäckabgabe in den Zug

Für zwei Drittel der Passagiere hätte jedoch die Möglichkeit, Gepäck unmittelbar im Zubringerzug abgeben zu können, Einfluss auf ihr Verhalten und wäre ein wesentlicher Anreiz, die Bahn als Hub-Zubringer zu akzeptieren. Um die Anreisezeit effizient zu nutzen und die Attraktivität zu steigern sollen möglichst viele der am Flughafen zu setzenden Aktivitäten in den Zug verlagert werden.

Im Vorgängerprojekt TerminalAufSchiene wurden die Möglichkeiten für ein Flughafenzubringersystem auf der Bahn unter besonderer Berücksichtigung aller technisch-logistischen Herausforderungen hinsichtlich der möglichen Gepäckabgabe im Zug und an der Schnittstelle zum Flughafen untersucht.

Attraktives Hub-Zubringersystem mit Zeitvorteil

TerminalAufSchiene2 soll nun nach technischen Lösungen suchen, die die Gepäckabgabe im Zug ermöglichen und dabei den strengen Anforderungen aus dem Bereich der Luftfahrt und des Bahnverkehrs entsprechen.

Es werden alle Anforderungen an ein entsprechendes System aus der Sicht von Flugreisenden sowie die technischen und logistischen Anforderungen umfangreich aufbereitet. Darauf aufbauend wird ein umsetzbares Gesamtsystem konzipiert.

Ergebnis von TerminalAufSchiene 2 ist die Machbarkeitsüberprüfung eines realisierbaren Gesamtsystems für die Gepäckabgabe im Zug während der Hub-Anreise, sowie die klare Anforderungsdefinition an zukünftige Entwicklungsschritte.

Ziel ist ein attraktives Hub-Zubringersystem unter Nutzung eines dichten, bereits vorhandenen Bahnnetzes. Das wesentliche Attraktivitätsmerkmal ist der Zeitvorteil, wenn für Flugpassagiere zeitintensive Prozesse wie die Gepäckabgabe bereits während der Anreise vorbereitet beziehungsweise durchgeführt werden können, weshalb die Übergangszeiten am Flughafen deutlich reduziert werden können.

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Publikationen

Rüger, B., & T. Shibayama. (2019, July 19). Towards Baggage Drop off in Airport Train (Kuukou-Shanai-ni-okeru Bageji-Doroppu-ofu-ni Mukete) [Presentation]. Stakeholder meeting towards implementation of "fast travel" program, Tokyo, Japan.
Rüger, B. (2019). Effizienzsteigerung von Reisezügen durch geeignete Innenraumkonzepte. 30 Jahre Hochleistungsbahnen in Österreich - Bilanz Und Ausblick, 95 (2019), 49–54.
Rüger, B. (2019). Effizienzsteigerung von Reisezügen durch geeignete Innenraumkonzepte. ETR - Eisenbahntechnische Rundschau mit ETR Austria, 6(6), 70–73.
Rüger, B. (2019, December 11). Customer-oriented railway wagons [Poster]. Innorail 2019, Budapest, Hungary.
Rüger, Bernhard. (2018). Passenger Distribution On The Platform - Impact On Dwell Time. Proceedings, 73–76.
Externe MitarbeiterInnen
Lukas-Immanuel Stock (studentischer Mitarbeiter)
PartnerInnen
  • netwiss
  • Austrian Airlines
  • Flughafen Wien
  • ÖBB PV-AG
  • Siemens
  • FH JOANNEUM
  • TU-Wien, Institut für Verkehrswissenschaften
  • FH-Oberösterreich
  • promotion&Co
Finanzierung
BMVIT
Laufzeit
02.07.2018 – 28.02.2020
Projektstatus
abgeschlossen
Beteiligte Institute, Gruppen und Zentren
Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung