Gemeinsam in der digitalen Gesellschaft

Weiterentwicklung digitaler Lehr- und Lernmaterialien unter Einbeziehung von Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Großeltern
PartnerInnen
  • Private Neue Mittelschule Zwettl
  • Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus
  • Digitale Bildungsgesellschaft
Finanzierung
Innovationsstiftung Bildung/Public Science OeAD GmbH
Laufzeit
01.10.2019 – 30.09.2020
Projektstatus
laufend

Hintergrund 

Digitalisierung ist längst ein Teil des alltäglichen Lebens. Digitale Informationen und Werkzeuge durchdringen alle Funktionsbereiche der Gesellschaft - das macht es unmöglich streng zwischen einer „digitalen Welt“ und einer „analogen Welt“ zu trennen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sind Smartphones oder Tablets immer griffbereit und werden parallel zu anderen Tätigkeiten genutzt. So kommt es zum ständigen Wechsel zwischen analog und digital.

Projektziel

In diesem Projekt werden bestehende digitale Lehr- und Lernmaterialien unter Einbeziehung von Lehrer*innen, Schüler*innen, Eltern und Großeltern generationenübergreifend weiterentwickelt. Das grundlegende Querschnittsthema der zu entwickelnden Materialien ist die Digitalisierung selbst: Ein Thema, das alle Schulfächer, als auch alle Teilbereiche des gesellschaftlichen Lebens maßgeblich betrifft. Deshalb hat es höchste Priorität, die vielfältigen Verquickungen der Digitalisierung umfassend und mit innovativen Lehr- und Lernmitteln nicht nur für und mit Schüler*innen, sondern auch deren Eltern und Großeltern in den Unterricht zu integrieren. Ziel ist es, diese Gruppen bei einer intensiven gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Auswirkungen der Digitalisierung auf verschiedene Lebensbereiche zu unterstützen. Der Fokus ist dabei bewusst auf den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Dimensionen der Digitalisierung, welche weit über eine rein technische Betrachtung hinausgeht. Insbesondere werden auch die geistes-, kultur-, und sozialwissenschaftlichen Disziplinen mit in diese Auseinandersetzung einbezogen.

Vorhandene Materialien zum Themenfeld der gesellschaftlichen Bedingungen und Auswirkungen der Digitalisierung werden gemeinsam analysiert und insbesondere auf ihre Relevanz und Eignung für Schüler*innen und Lehrer*innen geprüft. Die bestehenden Materialien werden um State-of the-Art Erkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung zum Thema erweitert, bestehende Materialien und neue Aspekte werden gebündelt und integriert und davon ausgehend und unter Beteiligung aller Akteur*innen wird neues Lehr- und Lernmittel zum Themenfeld erstellt. Dadurch wird gewährleistet, dass ein Wissenstransfer von aktueller sozialwissenschaftlicher Forschung in die Schule stattfindet.

Herangehensweise

Eine wesentliche Fragestellung ist dabei, wie alle beteiligten Akteur*innen dabei unterstützt bzw. dazu ermächtigt werden, die eigene Digital Literacy auch im Sinne der gesellschaftlichen Dimensionen weiter zu entwickeln können. Es geht um zentrale Dimensionen wie:

  • Beschäftigung mit der Medienbiographie 
  • Wissen über Entstehungsprozesse, Gestaltungsprinzipien und Ästhetik von (online und offline) Medieninhalten und deren Rahmenbedingungen
  • Web 2.0 und Social Media als dialogorientierte Kanäle
  • Erprobung von und Praxis mit verschiedensten Tools zur Planung, Umsetzung und Distribution verschiedenster Medieninhalte sowie zur Begleitung und Förderung von Lernprozessen
  • Beschäftigung mit Data Literacy und Wissensmanagement: Wo und wie lassen sich welche Inhalte finden und in ihrer Informationsqualität bewerten
  • Politische Partizipation mit digitalen Tools 
  • „Safer Internet“: Virenschutz, Passwörter, Umgang mit Hate-Speach und Cyber Bullying 
  • Rechtliche Aspekte: Urheberrecht (inkl. Creative Commons und Public Domain), Persönlichkeitsrecht und für Schüler*innen relevante Aspekte der Datenschutzgrundverordnung

Partnerschulen 

Indem Schulen aus einer peripheren, ländlichen Region (Private NMS Zwettl, Waldviertel), als auch aus einer urbanen Zentrumslage (Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus, Wien) beteiligt sind,  werden verschiedene Perspektiven bezüglich der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen und Auswirkungen der Digitalisierung integriert. Dadurch können zukünftige Entwicklung dementsprechend integrativ gestaltet werden. 

Link

Projekt in der OeAD EDUTHEK
 

 

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Researcher Institut für Medienwirtschaft
Department Medien und Wirtschaft
Arbeitsplatz: D - Heinrich Schneidmadl-Straße 15
T: +43/2742/313 228 431